Vape mit ins Ausland: die Länderliste mit Regeln

Vape mit ins Ausland: die Länderliste mit Regeln – Ratgeber bei Vapechamp.de

Von Justin Flick · zuletzt aktualisiert im Oktober 2026 · Lesezeit ca. 7 Minuten

Du planst eine Reise und willst deine Einweg-Vape oder dein Pod-System mitnehmen? Die Regeln zur Mitnahme von E-Zigaretten unterscheiden sich weltweit stark. Während die EU einen gemeinsamen Rahmen setzt, haben einige Reiseziele eigene Verbote oder Einschränkungen. Diese Länderliste zeigt kompakt, in welchen Ländern das Auswärtige Amt ein Einfuhrverbot nennt und wo du dich vorab informieren solltest. Die Regeln fürs Handgepäck im Flugzeug stehen im Schwesterartikel – hier geht es um die Regeln am Reiseziel selbst. Vapechamp ist ein Händler für E-Zigaretten; dieser Beitrag ist eine Sachinformation und keine Rechtsberatung.

Warum die Rechtslage am Reiseziel entscheidend ist

Viele Reisende denken, mit dem Handgepäck-OK ihrer Airline sei die Sache erledigt. Doch die Einreiseregeln des Ziellandes sind davon unabhängig. Wo ein Verbot gilt, können die Behörden die Vape bei der Einreise beschlagnahmen; je nach Land drohen Geldstrafen oder Haftstrafen – in Thailand nach Angaben des Auswärtigen Amts eine hohe Geldstrafe oder Haftstrafe bis zu fünf Jahren. Das Auswärtige Amt führt Reise- und Sicherheitshinweise für die einzelnen Länder und weist darauf hin, dass sich Einreisebestimmungen kurzfristig ändern können und rechtsverbindliche Informationen nur die Vertretungen des Ziellandes geben.

Grundsätzlich gilt: Die EU-Tabakproduktrichtlinie 2014/40/EU (TPD), in Deutschland umgesetzt im Tabakerzeugnisgesetz (TabakerzG), legt den Rahmen fest – nach § 14 Abs. 1 TabakerzG höchstens 2 ml je nikotinhaltigem Einweggerät oder vorbefülltem Pod, höchstens 10 ml je Nachfüllbehälter und höchstens 20 mg/ml Nikotin, dazu Warnhinweise auf der Verpackung. Außerhalb der EU gilt dieser Rahmen nicht; jedes Land entscheidet selbst.

Länderliste: Vape verboten, eingeschränkt oder vorab prüfen?

Die folgende Übersicht gibt die Angaben in den Reise- und Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amts wieder (Stand 13. Oktober 2026). Wo das Auswärtige Amt keine Angabe zu E-Zigaretten macht, heißt das nicht, dass die Mitnahme erlaubt ist. Bei Unsicherheit: Botschaft oder Konsulat des Reiselandes befragen, bevor du packst.

Land / Region Status Angabe des Auswärtigen Amts bzw. Rechtsgrundlage
Deutschland Erlaubt (reguliert) § 14 Abs. 1 TabakerzG: höchstens 2 ml je nikotinhaltigem Einweggerät oder vorbefülltem Pod, höchstens 10 ml je Nachfüllbehälter, höchstens 20 mg/ml Nikotin; Abgabe an Kinder und Jugendliche verboten (§ 10 JuSchG)
Andere EU-Staaten Reguliert Gemeinsamer Rahmen der Richtlinie 2014/40/EU; nationale Zusatzregeln (z. B. zu Einweggeräten oder Aromen) sind möglich – vorab informieren
Thailand Verboten „Neben der Einfuhr sind auch der Handel, Besitz und Konsum von E-Zigaretten jeder Art oder sonstigen Verdampfern verboten“; hohe Geldstrafe oder Haftstrafe bis zu fünf Jahren möglich
Singapur Verboten „Verdampfer (Vaporisatoren) und E-Zigaretten sind in Singapur verboten. Die Einfuhr, auch für den persönlichen Gebrauch, ist illegal.“ Konfiszierung und hohe Geldstrafe möglich
Indien Verboten „Die Einfuhr von E-Zigaretten ist verboten.“ Besitz und Handel sind verboten und können mit hohen Geldstrafen oder Freiheitsstrafen geahndet werden
Brasilien Einfuhr verboten „Die Einfuhr elektronischer Zigaretten und Verdampfer/Vaporisatoren, inklusive der Ersatzteile und E-Liquid, ist ebenfalls verboten.“
Australien Stark eingeschränkt „Es gibt zudem strenge Vorschriften für die Einfuhr von Vaping-Produkten.“ Aktuelle Informationen zur Einfuhr geben die Australian Border Force und die australische Arzneimittelbehörde TGA – vor der Reise dort prüfen
Großbritannien, Schweiz, Norwegen, Türkei, VAE / Dubai, Ägypten, USA, Kanada, Japan Vorab prüfen Keine Angabe zu E-Zigaretten in den Reise- und Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amts; eigene Regeln zu Verkauf, Mindestalter und Mitnahme sind möglich – vorab bei Botschaft oder Konsulat des Reiselandes informieren

Wichtig: Diese Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ersetzt keine individuelle Rechtsberatung. Regelungen ändern sich kurzfristig – prüfe vor der Reise immer die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts und die Angaben der Vertretung des Reiselandes.

Länder ohne Verbot: Mitnahme vorab klären

Auch wo E-Zigaretten nicht verboten sind, kann das Reiseland eigene Regeln für die Mitnahme haben. Das Auswärtige Amt nennt dazu in den hier aufgeführten Ländern keine Einzelheiten; für Australien nennt es strenge Vorschriften für die Einfuhr (siehe Tabelle). Was erlaubt ist, erfragst du vor der Reise bei den offiziellen Stellen oder der Vertretung des Reiselandes.

Praxistipps für die Reise

Neben der Rechtslage gibt es ein paar Dinge, die Reisende immer wieder übersehen:

  • Vape und Akkus in die Kabine: E-Zigaretten sind nach Angaben des Luftfahrt-Bundesamts im aufgegebenen Gepäck verboten und dürfen nur in der Flugzeugkabine (im Handgepäck oder am eigenen Körper) mitgeführt werden. Details erklärt der Schwesterartikel E-Zigarette & Fliegen: die Regeln fürs Handgepäck.
  • Liquids und die 100-ml-Regel: Im Handgepäck dürfen Flüssigkeiten nach Angaben der Bundespolizei in Behältern bis zu 100 ml mitgenommen werden, verpackt in einem durchsichtigen, wieder verschließbaren Beutel bis zu 1 Liter – ob mit oder ohne Nikotin.
  • Verbotene Länder: Vape zu Hause lassen: Für Thailand, Singapur, Indien und Brasilien nennt das Auswärtige Amt ein Einfuhrverbot; in Thailand und Indien sind auch Besitz und Handel verboten.
  • Dampfen am Ziel: Selbst wenn die Mitnahme erlaubt ist, kann das Dampfen in der Öffentlichkeit am Urlaubsort eigenen Regeln unterliegen. Frage im Hotel oder Restaurant nach.

Einweg-Vapes und Pod-Systeme auf Reisen: was sich unterscheidet

Beide Bauarten enthalten einen Lithium-Akku und gehören deshalb in die Flugzeugkabine, nicht ins aufgegebene Gepäck. Bei einer Einweg-Vape ist das Liquid im Gerät enthalten. Bei einem Pod-System kommen Pods oder Liquidfläschchen hinzu, die im Handgepäck unter die Flüssigkeitsregel fallen. In Ländern mit Einfuhrverbot spielt die Bauart keine Rolle: Das Auswärtige Amt nennt für Thailand ausdrücklich „E-Zigaretten (jeder Art)“.

Wie Lithium-Akkus sicher transportiert und gelagert werden, erklärt die Seite Lithium-Akkus sicher laden, lagern und transportieren.

Wichtige Behörden und Quellen für Reisende

Rechtsverbindliche Auskünfte zu den Einreisebestimmungen geben nach Hinweis des Auswärtigen Amts nur die Vertretungen (Botschaften, Konsulate) des Ziellandes. Das Auswärtige Amt (auswaertiges-amt.de) führt Länderseiten mit Reise- und Sicherheitshinweisen, die auch Einfuhrverbote nennen – darunter in einigen Staaten E-Zigaretten.

Was das Jugendschutzgesetz in Deutschland zur Abgabe von E-Zigaretten regelt, erklärt der Beitrag Vape ab 18: was der Jugendschutz vorschreibt.

Häufige Fragen: Vape mit ins Ausland nehmen

Darf ich meine Vape überall mitnehmen, wo E-Zigaretten nicht explizit verboten sind?

Nicht unbedingt. „Kein explizites Verbot“ ist nicht dasselbe wie „erlaubt“. Fehlt in den Reise- und Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amts eine Angabe zu E-Zigaretten, können trotzdem Regeln zu Verkauf, Besitz oder Mitnahme gelten. Im Zweifel gilt: vor der Reise die Botschaft oder das Konsulat des Reiselandes kontaktieren.

Was passiert, wenn meine Vape bei der Einreise beschlagnahmt wird?

Das hängt vom Land ab. Nach Angaben des Auswärtigen Amts drohen in Thailand eine hohe Geldstrafe oder Haftstrafe bis zu fünf Jahren, in Singapur die Konfiszierung und eine hohe Geldstrafe, in Indien hohe Geldstrafen oder Freiheitsstrafen. Verbindliche Auskunft zu den Folgen gibt nur die Vertretung des jeweiligen Landes.

Was gilt für E-Zigaretten, die ich im Urlaubsland kaufe?

Ob Kauf und Besitz erlaubt sind, richtet sich nach dem Recht des Urlaubslandes. In Thailand sind nach Angaben des Auswärtigen Amts Handel, Besitz und Konsum verboten, in Indien Besitz und Handel.

Darf ich nikotinfreie Vapes überall mitnehmen?

Nein. Die vom Auswärtigen Amt genannten Verbote beziehen sich auf E-Zigaretten und Verdampfer allgemein – in Thailand ausdrücklich auf „E-Zigaretten (jeder Art)“, in Brasilien auch auf Ersatzteile und E-Liquid. Eine Ausnahme für nikotinfreie Geräte nennt das Auswärtige Amt für diese Länder nicht.

Wie viel Liquid darf ich ins Handgepäck nehmen?

Nach Angaben der Bundespolizei dürfen Flüssigkeiten im Handgepäck in Behältern bis zu 100 ml mitgenommen werden, verpackt in einem durchsichtigen, wieder verschließbaren Beutel mit einem Fassungsvermögen bis zu 1 Liter; pro Fluggast ist ein Beutel zulässig. Vorbefüllte Pods (höchstens 2 ml) und Nachfüllbehälter (höchstens 10 ml) mit nikotinhaltigem Liquid liegen unter dieser Grenze und fallen unter diese Regel. Alle Details zur Flüssigkeitsregel erklärt der Beitrag E-Zigarette & Fliegen: die Regeln fürs Handgepäck.

Zusammengefasst: Die Vape-Regeln weltweit sind kein einheitliches Bild – von reguliert erlaubt bis zu Einfuhrverboten mit Geld- oder Haftstrafen ist alles dabei. Informiere dich vor jeder Reise in den Reise- und Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amts und bei der Vertretung des Reiselandes und lass die Vape in Ländern mit Einfuhrverbot zu Hause.

Quellen: Auswärtiges Amt, Reise- und Sicherheitshinweise Thailand, Singapur, Indien, Brasilien, Australien (auswaertiges-amt.de, abgerufen am 13.10.2026); Luftfahrt-Bundesamt, „E-Zigarette“ (lba.de); Bundespolizei, „Flüssigkeiten an Bord“ (bundespolizei.de); EU-Tabakproduktrichtlinie 2014/40/EU, umgesetzt im Tabakerzeugnisgesetz (TabakerzG), § 14 Abs. 1; Jugendschutzgesetz (JuSchG), § 10.

Justin Flick
Jugendschutzbeauftragter bei Vapechamp

Unsere Ratgeber stützen sich auf Herstellerangaben und die Produktdaten im Shop. Rechtliche Hinweise beziehen sich auf die geltenden Vorschriften, unter anderem Tabakerzeugnisgesetz und Jugendschutzgesetz. Fehler gefunden? Schreib an kontakt@vapechamp.de.

Mehr über Vapechamp →