Von der Vapechamp-Fachredaktion · zuletzt aktualisiert im Juni 2026 · Lesezeit ca. 7 Minuten
Was genau dampfst du eigentlich? Diese Frage stellen sich viele Einsteiger – und auch erfahrene Dampfer, die ihren Konsum besser verstehen möchten. Die Antwort ist gar nicht so kompliziert: Ein Liquid besteht im Wesentlichen aus vier Zutaten. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat die typischen Inhaltsstoffe analysiert und bestätigt, dass die meisten Komponenten aus der Lebensmittel- und Pharmaindustrie stammen – trotzdem sind Liquids nicht ohne Risiko, sobald sie erhitzt werden. In diesem Ratgeber erklären wir, was in einem Liquid steckt, welche Rolle jede Zutat spielt und was die EU-Tabakproduktrichtlinie (TPD), national verankert im Tabakerzeugnisgesetz (TabakerzG), dazu vorschreibt.
Die vier Grundzutaten eines Liquids
Ein Standard-Liquid enthält immer diese vier Bausteine – je nach Rezeptur in unterschiedlichen Anteilen:
- Propylenglykol (PG) – eine farblose, leicht viskose Flüssigkeit, die als Lebensmittelzusatzstoff (E 1520) zugelassen ist. PG löst Aromen besonders gut und erzeugt den sogenannten Throat Hit, also das Kratzen im Hals, das viele ehemalige Raucher schätzen. Je mehr PG, desto intensiver der Geschmack und das Kratzen.
- Pflanzliches Glycerin (VG) – ein dickflüssiger, leicht süßlicher Alkohol, der ebenfalls als Lebensmittelzusatz gilt (E 422). VG ist hauptsächlich für die sichtbare Dampfmenge verantwortlich. Ein hoher VG-Anteil erzeugt dichte Wolken, schwächt aber den Geschmack etwas ab.
- Aromen – können natürliche oder künstliche Aromastoffe sein. Sie geben dem Liquid seinen Charakter: Wassermelone, Menthol, Tabak, Beeren – die Palette ist riesig. Das BfR weist darauf hin, dass Aromen beim Erhitzen chemische Verbindungen bilden können, die im Aerosol nachweisbar sind, auch wenn sie als Lebensmittelzusatz unbedenklich gelten.
- Nikotin (optional) – in nikotinhaltigen Liquids wird heute häufig Nikotinsalz statt klassischem Freebase-Nikotin verwendet. Nikotinsalz ist bei hohen Stärken angenehmer im Hals und wird schneller aufgenommen. Das TabakerzG begrenzt den Nikotingehalt auf maximal 20 mg/ml.
Mehr zu PG und VG sowie dem richtigen Verhältnis für deinen Dampfstil erklärt unser Ratgeber 50/50 VG/PG einfach erklärt.
PG und VG: Trägerflüssigkeiten im Vergleich
Das Verhältnis zwischen PG und VG entscheidet maßgeblich über das Dampferlebnis. Die folgende Tabelle zeigt, worauf du beim Kauf achten solltest:
| Eigenschaft | Hoher PG-Anteil | Hoher VG-Anteil |
|---|---|---|
| Dampfmenge | Gering bis mittel | Groß bis sehr groß |
| Throat Hit | Intensiv (gut für Umsteiger) | Weich, kaum spürbar |
| Geschmacksintensität | Hoch | Mittel |
| Viskosität | Dünnflüssig | Dickflüssig |
| Geeignet für | Pod-Systeme, MTL-Verdampfer | Sub-Ohm-Verdampfer, Cloud-Chasing |
| Allergierisiko | PG kann selten Hautreizungen auslösen | Sehr selten problematisch |
Wer PG schlecht verträgt – was selten, aber möglich ist – sollte zu Liquids mit hohem VG-Anteil greifen. Manche Hersteller bieten auch 100 % VG als Basis an.
Nikotin und Nikotinsalz: der Unterschied
Nicht alle nikotinhaltigen Liquids sind gleich. Der entscheidende Unterschied liegt in der chemischen Form:
- Freebase-Nikotin ist die klassische Form. Es hat bei höheren Stärken (ab etwa 12 mg/ml) einen scharfen, kratzendem Abgang, der vielen Dampfern unangenehm ist.
- Nikotinsalz entsteht, wenn Nikotin mit einer Säure (häufig Benzoicsäure) verbunden wird. Das Ergebnis ist auch bei 20 mg/ml deutlich weicher im Hals – gleichzeitig wird das Nikotin schneller ins Blut aufgenommen, was den Umstieg von Zigaretten erleichtern kann. ELFLIQ und die meisten Pod-Liquids nutzen dieses Prinzip.
Das TabakerzG legt für nikotinhaltige Liquids klare Grenzen fest: maximal 20 mg/ml Nikotin, maximal 10 ml pro Gebinde (also die kleinen 10-ml-Flacons, die du im Shop findest), und Tanks oder Pods dürfen nicht mehr als 2 ml fassen. Diese Regeln gelten europaweit durch die TPD. Welche Stärke zu dir passt, bespricht unser Ratgeber Nikotinstärke wählen: 20, 10 oder 0 mg?.
Aromen: Vielfalt mit Einschränkungen
Die Aromen machen den größten Teil der Geschmacksvielfalt aus – und sind gleichzeitig die Zutat, bei der am meisten Vorsicht geboten ist. Nicht alle Stoffe, die als Lebensmittelaroma eingestuft sind, verhalten sich beim Erhitzen genauso wie in einer Fruchtjoghurt-Füllung. Das BfR weist darauf hin, dass bestimmte Aromaverbindungen beim Erhitzen zu Abbauprodukten führen können, deren Langzeitwirkung noch nicht abschließend bewertet ist.
Das TabakerzG schreibt vor, dass Inhaltsstoffe von nikotinhaltigen Liquids bei den Behörden gemeldet werden müssen. Bestimmte Stoffe sind bereits verboten – etwa Diacetyl (Butteraroma), das in hohen Konzentrationen die Atemwege schädigen kann. Seriöse Hersteller wie Elfbar arbeiten mit gemeldeten, zugelassenen Aromen; bei unbekannten Quellen ohne Deklaration ist Vorsicht angebracht.
Wie sich das Aerosol dauerhaft auf die Atemwege auswirkt, diskutieren wir ausführlicher im Artikel Ist Dampfen schädlich für die Lunge?.
Was darf nicht im Liquid sein?
Der europäische Gesetzgeber hat klar definiert, was in nikotinhaltigen Liquids verboten ist:
- Vitamine und andere Nährstoffe, die den Eindruck eines gesundheitlichen Nutzens erwecken.
- Koffein und Taurin sowie andere Wirkstoffe, die die Nikotinaufnahme verändern oder steigern können.
- Stoffe, die krebserregend, erbgutverändernd oder fortpflanzungsgefährdend sind (CMR-Stoffe).
- Färbemittel für Liquids (Lebensmittelfarben im Aerosol sind nicht zugelassen).
Kaufe deshalb nur Liquids von Markenherstellern, die ihre Inhaltsstoffe gemäß TabakerzG gemeldet haben. Unbekannte Ware ohne Deklaration, speziell aus Drittquellen, kann Stoffe enthalten, die weder getestet noch zugelassen sind.
Nikotinsalz-Liquids im Shop: ELFLIQ und RandM Tornado
Im Elfbar-Liquid-Sortiment findest du mit ELFLIQ (10 ml ab 8,49 €) eines der bekanntesten Nikotinsalz-Liquids für Pod-Systeme. ELFLIQ verwendet eine sorgfältig abgestimmte PG/VG-Basis mit gemeldeten Aromen und ist in Deutschland legal vertrieben – 20 mg/ml und 10 ml Gebinde entsprechen exakt den TPD-Vorgaben. Die ELFLIQ-Kollektion bietet eine breite Sortenauswahl.
Eine günstigere Alternative mit demselben 10-ml-Format bietet das RandM Tornado Liquid (10 ml ab 7,49 €). Auch hier gilt: TPD-konformes Nikotinsalz-Liquid mit Pflichtdeklaration.
Wer ganz auf Nikotin verzichten möchte – die Trägerflüssigkeiten PG und VG sowie die Aromen bleiben dieselben – findet unsere Auswahl in der Kategorie nikotinfreie Vapes.
Häufige Fragen zu Liquid-Inhaltsstoffen
Ist Propylenglykol gefährlich?
PG gilt als Lebensmittelzusatzstoff (E 1520) und ist in Medikamenten, Kosmetika und Lebensmitteln weit verbreitet. Das BfR bewertet PG als weitgehend unbedenklich für Erwachsene. Beim Erhitzen zu Dampf sind Abbauprodukte in sehr geringen Mengen möglich, deren Langzeitwirkung durch Inhalation noch nicht vollständig geklärt ist. Wer PG nicht verträgt, sollte High-VG-Liquids wählen.
Was sind Nikotinsalze und warum sind sie beliebter?
Nikotinsalze entstehen durch die Verbindung von Nikotin mit einer leichten Säure, meist Benzoicsäure. Das Ergebnis ist auch bei 20 mg/ml deutlich weicher im Hals als klassisches Freebase-Nikotin und wird schneller ins Blut aufgenommen. Besonders für Umsteiger von Tabakzigaretten ist das ein klarer Vorteil, weil die Wirkung dem gewohnten Muster ähnlicher ist.
Wie viel Nikotin darf ein Liquid maximal enthalten?
Das Tabakerzeugnisgesetz (TabakerzG), das die europäische Tabakproduktrichtlinie (TPD) ins deutsche Recht umsetzt, schreibt einen Maximalwert von 20 mg/ml vor. Nikotinhaltige Liquids dürfen maximal 10 ml pro Gebinde umfassen, und Pods sowie Tanks fassen maximal 2 ml. Diese Grenzen gelten für den gesamten EU-Markt.
Kann ich den Effekt auf meine Zähne oder meinen Mund spüren?
Manche Dampfer bemerken trockenen Mund beim Dampfen, was hauptsächlich auf die wasseranziehenden Eigenschaften von PG und VG zurückzuführen ist. Ob und wie Liquids langfristig die Mundgesundheit beeinflussen, erklären wir in Dampfen und Zähne: Was du über Mundgesundheit wissen solltest.
Sind nikotinfreie Liquids genauso aufgebaut?
Ja, die Basis bleibt identisch: PG, VG und Aromen. Einzig das Nikotin fehlt. Da das Gebinde-Limit von 10 ml und das Tank-Limit von 2 ml nur für nikotinhaltige Produkte gelten, sind nikotinfreie Liquids häufig auch in größeren Flaschen erhältlich. Das Aerosol ist ohne Nikotin deutlich weniger abhängigkeitserzeugend – bleibt aber nicht völlig rückstandsfrei.
Unterm Strich gilt: Ein Liquid hat eine überschaubare Zutatenliste, aber jeder Bestandteil hat eine klare Funktion und unterliegt gesetzlichen Vorgaben. Wer Qualität von deklarierten Markenprodukten kauft, bekommt genau das, was draufsteht – und kann mit dem Lektüretipp auf die richtige Stärke und das passende PG/VG-Verhältnis hin die Wahl fein abstimmen. Schau dir unser Sortiment in der Elfbar-Liquid-Kategorie an oder such dir deinen Einstieg direkt über die ELFLIQ-Kollektion.
Quellen: Bundesinstitut für Risikobewertung (bfr.bund.de); EU-Tabakproduktrichtlinie 2014/40/EU (TPD); Tabakerzeugnisgesetz (TabakerzG).