Von Menthol-Zigaretten umsteigen: passende Sorten

Von Menthol-Zigaretten umsteigen: passende Sorten – Ratgeber bei Vapechamp.de

Von der Vapechamp-Fachredaktion · zuletzt aktualisiert im Juni 2026 · Lesezeit ca. 7 Minuten

Seit dem EU-weiten Verkaufsverbot für Mentholzigaretten, das 2020 im Rahmen der EU-Tabakproduktrichtlinie 2014/40/EU (national umgesetzt im Tabakerzeugnisgesetz) in Kraft getreten ist, steht eine große Gruppe von Raucherinnen und Rauchern vor der Frage: Wie geht es weiter? Viele, die ihrem Mentholzug nachtrauern, finden in der E-Zigarette den überzeugendsten Ausweg – denn der Kältereiz, den Mentholzigaretten geliefert haben, lässt sich in der Dampfwelt präzise nachbilden, ganz ohne Tabakrauch. Dieser Ratgeber zeigt dir, wie du als Mentholzigaretten-Umsteiger die passenden Sorten findest, was du beim ersten Gerät beachten solltest und worauf es bei der Nikotinstärke ankommt.

Dieser Artikel konzentriert sich auf die Umstiegs-Perspektive. Die breite Kühlskala mit allen Ice-Sorten – von Peach Ice bis Black Ice – haben wir separat im Artikel Menthol- und Ice-Sorten nach Kühl-Level zusammengestellt.

Warum Mentholzigaretten verboten wurden – und was das für dich bedeutet

Das Mentholzigaretten-Verbot basiert auf der EU-Tabakproduktrichtlinie: Charakteristische Aromen wie Menthol dürfen seit dem 20. Mai 2020 in konventionellen Zigaretten und Drehtabak in der EU nicht mehr eingesetzt werden. Ziel war es, den Einstieg ins Rauchen für Jugendliche weniger attraktiv zu machen, da Aromen die Rauheit des Rauchs mildern und den Tabakrauch zugänglicher wirken lassen.

Für langjährige Mentholraucherinnen und -raucher ändert das Verbot jedoch nichts an dem Kälteempfinden, das sie gewöhnt sind – der Wunsch nach dem frischen Zug bleibt. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) empfiehlt bei einem Rauchstopp generell, auf wirksame Alternativen zurückzugreifen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hält fest, dass E-Zigaretten in der Regel deutlich weniger Schadstoffe freisetzen als Tabakrauch – sie sind jedoch nicht risikofrei, und Nikotin macht abhängig.

Was Mentholzigaretten-Raucher an E-Zigaretten suchen

Nicht jeder Umsteiger hat dieselbe Erwartung. Es hilft, deinen persönlichen Schwerpunkt zu kennen:

  • Den Kältereiz – das typische Kribbeln im Rachen, das den Zug erfrischend und klar macht.
  • Die Nikotinversorgung – ein befriedigender Kick, der an die gewohnte Menge heranreicht.
  • Den Zug-Widerstand (MTL) – das enge, zigarettenähnliche Zuggefühl, das sich von offenem Lungenzug unterscheidet.
  • Die Einfachheit – Anstecken und Ziehen, keine komplizierten Einstellungen.

Alle vier Punkte erfüllt eine gut gewählte Einweg-Vape oder ein einfaches Pod-System in Kombination mit der richtigen Mentholsorte problemlos.

Empfehlung nach Umstiegs-Profil: eine Übersicht

Die folgende Tabelle zeigt, welches Geräte-Format und welche Mentholsorte je nach Ausgangs-Situation am besten passt. Alle genannten Sorten stammen aus unserem validierten Sortiment.

Dein Profil als Mentholraucher Empfohlenes Gerät Passende Sorte(n) Nikotin
Leichtraucher (<10 Zigaretten/Tag), dezente Menthol-Vorliebe ELFA-System (vorgefüllte Pods) Lemon Mint, Strawberry Ice 10 mg/ml
Mittelstarker Raucher, klassischer Mentholgeschmack ELFA-System Menthol, Grape Ice 20 mg/ml
Starker Raucher (>15/Tag), will maximale Kälte ELFA-Turbo oder Pod-System Menthol, Black Ice 20 mg/ml
Gelegenheitsraucher, will einfach umsteigen Einweg-Vape (Einstieg) Peach Ice, Strawberry Ice 10 mg/ml
Umsteiger, der Kosten senken will (Mehrweg) ELFA-System + Leerpods Fresh Mint, Menthol via ELFLIQ 10 oder 20 mg/ml

Menthol-Sorten im Detail: die besten Kandidaten für Umsteiger

Aus dem verifizierten ELFA-Sortiment und der ELFLIQ-Liquid-Linie haben wir die Sorten herausgefiltert, die Mentholzigaretten-Raucherinnen und -Rauchern erfahrungsgemäß am meisten zusagen. Hier eine Übersicht nach Kühl-Intensität und Eignung:

Sorte Verfügbar als Kühl-Level Besonders geeignet für
Lemon Mint ELFA Pod, ELFLIQ leicht frisch Umsteiger mit Vorliebe für Frische ohne starken Kälteschock
Strawberry Ice ELFA Pod, ELFLIQ mittel Einsteiger, die fruchtig-frisch wollen
Peach Ice ELFA Pod, ELFLIQ leicht frisch Süßere Umsteiger aus dem Leichtraucher-Segment
Fresh Mint ELFA Pod, ELFLIQ mittel Klassische Minznote, näher an Pfefferminz als Menthol
Menthol ELFA Pod, ELFLIQ stark Klar-klassischer Mentholzigaretten-Ersatz ohne Süße
Grape Ice ELFA Pod, ELFLIQ stark Raucher, die einen Fruchtkick neben der Kälte mögen
Blackberry Ice ELFA Pod, ELFLIQ stark Intensive Beerennote mit deutlichem Kälteabgang
Black Ice ELFA Pod eiskalt Starke Raucher, die den härtesten Kältereiz wollen

Die reine Menthol-Sorte ist dabei die engste Entsprechung zur klassischen Mentholzigarette: kein Fruchtzusatz, kein Süße-Aufsatz, nur der direkte, klare Kältereiz. Wer den Geschmack kennt, kommt damit am schnellsten an. Wer noch nie Menthol gedampft hat, tastet sich besser mit Lemon Mint oder Strawberry Ice heran.

Das richtige Gerät: MTL-Zug ist entscheidend

Mentholzigaretten-Raucher sind an einen engen Zug gewöhnt – Mund-zu-Lunge, auch MTL genannt. Das ist der Zug, bei dem du den Dampf erst in den Mund holst und dann in die Lunge ziehst, so wie beim Rauchen. Dieser Zug fühlt sich vertraut an und verstärkt den Kältereiz im Rachen spürbar.

Vermeide beim Einstieg Geräte mit offenem, weitem Zug (DL/RDL), die eher für erfahrene Dampfer gedacht sind. Gut geeignete Einstiegsoptionen:

Wer noch nie eine E-Zigarette benutzt hat, findet eine vollständige Entscheidungshilfe im Ratgeber Erste E-Zigarette: Der Einsteiger-Guide. Dort erklären wir auch, worauf du bei der Qualität des Geräts achten solltest.

Nikotinstärke für Mentholzigaretten-Umsteiger

Die Nikotinversorgung ist beim Umstieg matchentscheidend. Wer mit zu wenig Nikotin beginnt, greift schnell wieder zur Zigarette. Als Faustregel gilt:

  • 20 mg/ml Nikotinsalz – empfohlen für normale und starke Raucher (≥10 Zigaretten/Tag). Nikotinsalz wird weicher absorbiert als klassisches Freebase-Nikotin; der Hals-Hit ist weniger rau, die Wirkung trotzdem spürbar.
  • 10 mg/ml Nikotinsalz – für Leichtraucher oder wenn dir 20 mg/ml nach ein paar Wochen zu stark wird und du reduzieren möchtest.
  • 0 mg/ml – als letzter Schritt beim schrittweisen Ausschleichen, nicht als Einstieg.

Wichtig: Kälte und Nikotin-Kältegefühl addieren sich am Rachen. Eine intensive Mentholsorte mit 20 mg/ml kann anfänglich sehr direkt wirken – das normalisiert sich nach einigen Tagen. Mehr zur Auswahl der richtigen Nikotinstärke findest du im Ratgeber Nikotinstärke 20, 10 oder 0 mg.

Tabaksorte als Ergänzung: Menthol-Tabak-Kombi

Manche ehemaligen Mentholraucher vermissen nicht nur die Kälte, sondern auch die Tabaknote darunter. Das klassische Mentholzigaretten-Profil war stets eine Kombination: würziger Tabak plus frischer Menthol-Mantel. In der Dampfwelt lässt sich das mit nachfüllbarem Liquid aus der ELFLIQ-Linie (ab 8,49 €) replizieren, indem du eine Menthol-Sorte und eine Tabak-Sorte im Wechsel oder gemischt verwendest. Wer direkt eine fertige Tabak-Variante sucht, liest am besten im Schwester-Artikel Tabak-Sorten für Umsteiger weiter – dort sind alle im Shop verfügbaren Tabaknoten mit Bewertung aufgeführt.

Wie viel dampft du statt wie viel rauchst du?

Eine Frage, die beim Umstieg fast jeden beschäftigt: Wie viele Züge an der Vape entsprechen einer Zigarette? Die Antwort ist komplex, weil Nikotinaufnahme beim Dampfen langsamer verläuft als beim Rauchen – du wirst am Anfang wahrscheinlich häufiger ziehen und trotzdem das Gefühl haben, dass der Kick etwas später kommt. Gib deinem Körper zwei bis drei Wochen Eingestellzeit. Eine detaillierte Gegenüberstellung bietet der Artikel Wie viele Zigaretten ist eine Elfbar?.

Häufige Fragen zum Umstieg von Mentholzigaretten

Warum ist Menthol in Zigaretten seit 2020 verboten?

Die EU-Tabakproduktrichtlinie 2014/40/EU verbietet charakteristische Aromen wie Menthol in Zigaretten und Drehtabak. Das Verbot trat EU-weit am 20. Mai 2020 in Kraft und gilt in Deutschland über das Tabakerzeugnisgesetz (TabakerzG). Ziel war, den Einstieg ins Rauchen weniger attraktiv zu gestalten, da Aromen den Tabakrauch weicher und zugänglicher machen. In E-Zigaretten-Liquids ist Menthol als Aroma weiterhin erlaubt.

Welche Mentholsorte kommt klassischen Mentholzigaretten am nächsten?

Die reine Menthol-Sorte – verfügbar als ELFA Pod und als ELFLIQ-Liquid – kommt dem am nächsten. Sie bietet den klaren, süßefreien Kältereiz ohne Fruchtzusatz, der klassischen Mentholzigaretten ähnelt. Lemon Mint ist die mildere Einstiegsvariante für alle, die zunächst etwas sanfter starten möchten.

Reicht 10 mg/ml Nikotin beim Umstieg aus?

Für Leichtraucher (weniger als 10 Zigaretten am Tag) oft ja. Wer mehr geraucht hat, erlebt mit 10 mg/ml in der Regel eine zu schwache Versorgung und wird häufiger zum Gerät greifen. Besser mit 20 mg/ml Nikotinsalz starten und nach einigen Wochen reduzieren, wenn du merkst, dass die Versorgung gut sitzt.

Kann ich beim Dampfen Menthol mit Tabak kombinieren?

Bei nachfüllbaren Systemen wie dem ELFA-System mit Leerpods oder dem ELFX-System ist das durch Mischen zweier Liquids möglich. Du füllst den Pod anteilig mit einer Menthol- und einer Tabak-Sorte aus der ELFLIQ-Linie. Bei vorgefüllten ELFA-Pods ist das Mischen nicht möglich; dort wechselst du zwischen zwei Pods.

Wirkt Kälte beim Dampfen anders als beim Rauchen?

Ja. Bei Mentholzigaretten war der Kältereiz mit dem Verbrennungsrauch kombiniert; beim Dampfen ist der Aerosol dünner und knälliger. Manche Umsteiger empfinden Menthol-Liquids im direkten Vergleich als intensiver, andere als sanfter. Fang mit einer mittleren Kühlstufe wie Lemon Mint oder Fresh Mint an, und steigere erst dann zur reinen Menthol-Sorte, wenn du weist, wie dein Körper reagiert.

Der Umstieg von der Mentholzigarette auf die E-Zigarette ist einer der geradlinigeren Wechsel – weil der Kältereiz, den du kennst, in Liquid-Form direkt nachgebildet werden kann. Mit der richtigen Sorte und dem passenden MTL-Gerät fühlt sich das Dampfen vom ersten Zug an vertraut an. Starte am besten mit den ELFA-Pods in Menthol oder Lemon Mint – und hol dir bei Unsicherheiten jederzeit eine Empfehlung von unserem Team.

Quellen: EU-Tabakproduktrichtlinie 2014/40/EU, umgesetzt im Tabakerzeugnisgesetz (TabakerzG); Bundesinstitut für Risikobewertung (bfr.bund.de); Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (bzga.de).

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