Von der Vapechamp-Fachredaktion · zuletzt aktualisiert im Juni 2026 · Lesezeit ca. 7 Minuten
Wer von vorgefüllten Pods auf nachfüllbare Leerpods umsteigt, wählt nicht nur Sorte und Nikotinstärke selbst – er spart auf Dauer auch richtig Geld. Das Befüllen ist dabei viel einfacher, als viele denken: Pod aufmachen, Liquid an der richtigen Stelle einfüllen, kurz einweichen lassen, fertig. In dieser Anleitung zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie es sauber klappt, welche Leerpods es bei uns gibt, welches Liquid hineingehört – und wie du das lästige Auslaufen sicher vermeidest.
Was sind Leerpods – und warum lohnen sie sich?
Ein Leerpod (auch Ersatzpod oder Refillable Pod genannt) ist ein leerer, wiederbefüllbarer Tank für dein Pod-System. Statt einen fertig befüllten Pod zu kaufen und nach dem Leerdampfen wegzuwerfen, füllst du ihn einfach selbst mit deinem Lieblings-Liquid nach – oft 5 bis 10 Mal, bevor die Coil ihren Geschmack verliert. Genau hier liegt der größte Vorteil:
- Freie Sortenwahl: Du bist nicht an die vorgefüllten Geschmäcker gebunden, sondern mischst dir aus dem gesamten ELFLIQ-Sortiment deine Favoriten zusammen.
- Freie Nikotinstärke: Heute 20 mg, morgen 10 mg zum sanften Reduzieren – du entscheidest pro Befüllung neu.
- Klarer Kostenvorteil: Ein Leerpod plus 10-ml-Liquid ersetzt mehrere fertige Pods. Wie viel das konkret spart, rechnen wir dir weiter unten vor.
- Weniger Müll: Ein Pod, viele Befüllungen – das schont nebenbei die Umwelt.
Den passenden Akkuträger dazu findest du in unserer Kategorie nachfüllbare Pod-Systeme. Welcher Coil-Widerstand zu welchem Zugstil passt, erklären wir dir ausführlich im Ratgeber 0,6 oder 0,8 Ohm.
Welche Leerpods gibt es bei Vapechamp?
Wichtig vorweg: Leerpods sind nie universell. Jeder Pod passt nur auf das System, für das er gebaut ist – ein ELFA-Pod gehört auf einen ELFA-Akku, ein Caliburn-Pod auf eine Caliburn. Prüfe also immer die Kompatibilität. In unserer Kategorie E-Zigaretten Ersatzpods findest du die gängigen nachfüllbaren Modelle. Diese hier sind besonders beliebt:
| Leerpod | Tankvolumen | Coil-Widerstand | Inhalt | Preis |
|---|---|---|---|---|
| ELFA Leerpods Basis | 2 ml | 1,1 Ohm (MTL) | 2 Stück | 6,99 € |
| ELFA Leerpods Turbo | 2 ml | 0,8 Ohm (mehr Dampf) | 2 Stück | 6,99 € |
| ELFX Mega Ersatzpods | 5 oder 10 ml | 0,6 / 0,8 Ohm | 1 Stück | ab 5,49 € |
| Uwell Caliburn G3 Pods | 2 ml | 0,6 / 0,9 / 1,2 Ohm | 4 Stück | 5,99 € |
| Lovesticks Luvx Velora | 10 ml | 0,45 Ohm (DL) | 2 Stück | 9,95 € |
Die ELFA-Leerpods sind aus lebensmittelechtem PCTG-Material gefertigt und der einfachste Einstieg für alle, die ohnehin schon ein ELFA-System nutzen. Wer mehr Dampf und ein direkteres Lungen-Ziehen mag, fasst die größeren 10-ml-Pods mit niedrigem Widerstand ins Auge. Den Unterschied zwischen Backen- und Lungenzug erklärt dir unser Beitrag MTL oder DL.
Das richtige Liquid: 50/50 und 10 oder 20 mg
Für Pod-Systeme mit kompakten Tanks und engerem Zug brauchst du ein Liquid, das gut durch die Watte zieht und zum Nikotin-Feeling passt. Die Faustregeln:
- VG/PG-Verhältnis 50/50: Diese ausgewogene Mischung ist dünnflüssig genug für feine MTL-Coils und liefert trotzdem ordentlich Dampf. Warum das so ist, liest du im Ratgeber 50/50 VG/PG einfach erklärt.
- Nikotinsalz statt Freebase: Nikotinsalz-Liquid kratzt bei höheren Stärken weniger im Hals – ideal für Pods. Mehr dazu unter Geschmacks- und Coil-Themen.
- Stärke 10 oder 20 mg/ml: 20 mg für kräftiges Nikotin wie beim fertigen Pod, 10 mg für den entspannteren Genuss oder zum Reduzieren.
Genau dieses Profil bieten unsere Nikotinsalz-Liquids: Das Elfbar ELFLIQ gibt es als 10-ml-Flasche in 10 und 20 mg/ml für 8,49 €, das RandM Tornado Liquid mit 50/50-Mischung in über 60 Sorten ab 7,49 €. Beide passen in praktisch jeden Leerpod. Stöbere in Ruhe durch die gesamte ELFLIQ-Kategorie und finde deinen Geschmack. Eine kleine Einschränkung gibt die Gesetzeslage vor: Nach der EU-Tabakproduktrichtlinie (TPD), in Deutschland umgesetzt im Tabakerzeugnisgesetz, dürfen nikotinhaltige Liquids maximal 20 mg/ml enthalten und nur in 10-ml-Fläschchen verkauft werden – mehr geht legal nicht.
Leerpod befüllen: Schritt für Schritt
Jetzt zum eigentlichen Befüllen. Halte einfach Leerpod, Liquid und ein Stück Küchenpapier bereit – dann geht es in wenigen Minuten:
- Pod vom Akku trennen. Ziehe den Pod vom Akkuträger ab, damit beim Befüllen nichts in die Elektronik laufen kann.
- Befüllöffnung suchen und öffnen. Meist sitzt seitlich oder am Boden ein Gummistopfen oder eine Klappe. Klapp ihn vorsichtig zur Seite – das ist die Einfüllöffnung.
- Liquid an der Seite einfüllen – niemals in den Kamin. Setze die Flaschenspitze schräg an die Tankwand und lass das Liquid an der Innenseite hinunterlaufen. Das mittlere Röhrchen (der Kamin/Luftkanal) muss frei bleiben – kommt dort Liquid hinein, gluckert und spuckt der Pod.
- Nicht bis zum Rand füllen. Lass rund 1–2 Millimeter Luft bis zur Oberkante. Im Tank muss etwas Luft bleiben, sonst entsteht Überdruck und der Pod läuft aus.
- Befüllöffnung sicher verschließen. Drücke den Stopfen oder die Klappe wieder fest und vollständig zu. Ein nicht ganz geschlossener Verschluss ist die häufigste Ursache für Auslaufen.
- 5 bis 10 Minuten einweichen lassen. Stell den befüllten Pod aufrecht hin, damit sich die Watte rund um die Coil vollsaugt. Das ist der wichtigste Schritt – wer sofort losdampft, riskiert eine trocken durchgebrannte Coil und den typischen verbrannten Geschmack.
- Pod aufsetzen und vordampfen. Setze den Pod auf den Akku und mach zwei, drei lockere Züge ohne Feuertaste (sofern dein Gerät eine hat), um das Liquid vollends an die Coil zu ziehen. Dann kann es losgehen.
Beim ersten Mal mit einem neuen Pod gilt die volle Einweichzeit. Bei späteren Nachfüllungen reichen oft schon 2–3 Minuten, weil die Watte noch feucht ist.
Überfüllen und Auslaufen sicher vermeiden
Die meisten Probleme beim Selbstbefüllen lassen sich mit ein paar Handgriffen ausschließen. Diese Tabelle fasst die typischen Stolperfallen zusammen:
| Problem | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Pod läuft unten aus | Überfüllt oder Verschluss offen | Etwas Luft lassen, Stopfen ganz schließen |
| Gluckern, Spucken, Liquid im Mund | Liquid im Kamin/Luftkanal | Nur an der Tankwand einfüllen, Kamin frei halten |
| Verbrannter Geschmack | Coil nicht eingeweicht | 5–10 Min. warten, vordampfen |
| Schwacher Geschmack | Coil verbraucht | Pod wechseln (nach ca. 5–10 Befüllungen) |
| Liquid wird braun | Normaler Verschleiß / Süße | Coil öfter tauschen, heller geht meist länger |
Zwei goldene Regeln merkst du dir am besten für immer: Erstens, nie randvoll – ein kleiner Luftpuffer im Tank verhindert Überdruck. Zweitens, den Luftkanal in der Mitte immer frei lassen. Wer diese beiden Punkte beachtet, hat praktisch nie ein Auslauf-Problem.
Der Kostenvorteil: das spart Selbstbefüllen wirklich
Rechnen wir es ehrlich durch. Ein fertig befüllter Pod kostet bei uns rund 3,50 € pro Stück (z. B. ein 2er-Pack ELFA-Pods für 7,99 €) und fasst 2 ml. Ein Leerpod hingegen kostet einmalig rund 3,50 €, hält aber für etwa 5–10 Füllungen. Dazu kommt das Liquid:
- Annahme: Du dampfst rund 2 ml Liquid pro Tag – eine 10-ml-Flasche reicht dann etwa 5 Tage.
- Fertige Pods: 2 ml/Tag ≈ 1 Pod pro Tag ≈ 3,50 €/Tag ≈ gut 100 € im Monat.
- Selbst befüllt: 10 ml ELFLIQ (8,49 €) reichen 5 Tage ≈ rund 1,70 €/Tag ≈ etwa 50 € im Monat – plus selten mal ein neuer Leerpod.
Unterm Strich halbierst du deine Liquid-Kosten ungefähr. Die genauen Zahlen hängen natürlich von deinem Verbrauch ab – aber die Richtung ist eindeutig. Den vollständigen Vergleich mit allen Posten findest du in unserem Kostencheck zu den verschiedenen Systemen. Wer ohnehin gerade von Einweg auf wiederbefüllbar wechselt, kombiniert hier gleich beide Vorteile: dauerhaft legal und deutlich günstiger.
Häufige Fragen zum Leerpods-Befüllen
Kann ich jedes Liquid in einen Leerpod füllen?
Grundsätzlich ja, am besten passt aber ein 50/50-Nikotinsalz-Liquid mit 10 oder 20 mg/ml. Sehr zähflüssige Liquids mit hohem VG-Anteil (70 VG und mehr) ziehen in feinen MTL-Coils schlecht nach und können die Coil austrocknen. Für Pods gilt: lieber dünnflüssiger.
Wie oft kann ich einen Leerpod nachfüllen?
In der Regel rund 5 bis 10 Mal. Sobald der Geschmack deutlich nachlässt, schwächer wird oder leicht verbrannt schmeckt, ist die Coil verbraucht und du tauschst den ganzen Pod. Süße oder dunkle Liquids verkürzen die Lebensdauer etwas.
Warum läuft mein Pod nach dem Befüllen aus?
Fast immer aus einem von zwei Gründen: Entweder war der Pod randvoll und es entstand Überdruck, oder die Befüllöffnung war nicht ganz verschlossen. Lass etwas Luft im Tank und prüfe, ob Stopfen oder Klappe vollständig zu sind.
Muss ich wirklich warten, bevor ich dampfe?
Ja, unbedingt. Die Watte rund um die Coil muss sich erst mit Liquid vollsaugen. Dampfst du sofort, brennt die trockene Watte an – das gibt einen kratzigen, verbrannten Geschmack und ruiniert die Coil. 5 bis 10 Minuten Geduld zahlen sich aus.
Spare ich mit Leerpods wirklich Geld?
Ja, deutlich. Ein Leerpod hält viele Füllungen, und 10 ml Liquid ersetzen mehrere fertige Pods. In der Praxis halbieren sich die laufenden Kosten oft – je nach Verbrauch und Liquid-Wahl sogar mehr.
Selbstbefüllen ist eine dieser Sachen, die beim ersten Mal etwas fummelig wirken und ab dem zweiten Mal völlig selbstverständlich von der Hand gehen. Such dir einen passenden Leerpod aus unseren Pod-Systemen, dazu dein Lieblings-Liquid aus dem ELFLIQ-Sortiment – und wenn du bei der Wahl des richtigen Coils unsicher bist, hilft dir unser Team jederzeit gern weiter.
Quellen: EU-Tabakproduktrichtlinie 2014/40/EU (TPD); Tabakerzeugnisgesetz (TabakerzG); Bundesinstitut für Risikobewertung (bfr.bund.de).